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Digitale Kriegsgräberkarte

Kriegsgräberstätten sind mehr als nur geografische Punkte auf einer Karte. Sie sind Mahnmale gegen das Vergessen, Zeugnisse der Geschichte und Ausdruck unserer Verpflichtung gegenüber den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Jeder Grabstein erzählt eine Geschichte – von Verlust, von Schmerz, aber auch von Hoffnung auf Versöhnung und Frieden.

Landkreis Jerichower Land – Friedhof Altenplathow

Bestattete Kriegstote: 79

Auf dem Friedhof in Altenplathow haben 78 sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die zwischen dem 13.02.1942 und dem 16.01.1947 ums Leben kamen, ihre letzte Ruhestätte gefunden. 21 von ihnen wurden am 09.11.1949 von Jerichow hierher umgebettet.

Die hier beigesetzten Frauen wurden wahrscheinlich in den Henkel-Werken sowie in den Silva-Metallwerken als Zwangsarbeiterinnen eingesetzt. Die älteste hier bestattete Zwangsarbeiterin war 1867 geboren worden. Viele Frauen waren jedoch noch sehr jung, einige als Kinder nach Deutschland verschleppt worden. Insgesamt sieben Bestattete waren in Deutschland in den Jahren 1943 und 1944 geboren worden. Bei den hier bestatteten Männern dürfte es sich insbesondere um Kriegsgefangene gehandelt haben.

In der Grabanlage wurden im Juli 2003 zudem die sterblichen Überreste eines unbekannten Soldaten beigesetzt, der in einem Waldgrundstück bei Altenplathow gefunden worden war.

Angaben zur Grabstätte

Landkreis/Kreisfreie Stadt
Landkreis Jerichower Land
Ort des Grabes
Friedhof Altenplathow
Adresse
39307 Genthin Nord
39307 Genthin Nord

Angaben zur verantwortlichen Stelle

Name des Kontaktes
Einheitsgemeinde Stadt Genthin
Adresse
Marktplatz 3
39307 Genthin
E-Mail
stadtverwaltung@stadt-genthin.de
Telefon
03933/876-0
Fax
03933/376-140

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