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Digitale Kriegsgräberkarte

Kriegsgräberstätten sind mehr als nur geografische Punkte auf einer Karte. Sie sind Mahnmale gegen das Vergessen, Zeugnisse der Geschichte und Ausdruck unserer Verpflichtung gegenüber den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Jeder Grabstein erzählt eine Geschichte – von Verlust, von Schmerz, aber auch von Hoffnung auf Versöhnung und Frieden.

Burgenlandkreis – Sowj. Gedenkstätte in Klosterhäseler Gem. An der Poststraße

Bestattete Kriegstote: 5

In Klosterhäseler haben fünf sowjetische Kriegsgefangene ihre letzte Ruhestätte gefunden. Vier von ihnen sind namentlich bekannt, sie starben zwischen dem 01.12.1941 und dem 28.04.1945. Das Sterbedatum des unbekannten Gefangenen ist nicht bekannt.

Die sterblichen Überreste der auf der Grabanlage in Klosterhäseler Bestatteten haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Zunächst befanden sich in diesem Ort zwei Gräber von Personen, die auf den umliegenden Gütern Zwangsarbeit verrichten mussten. Im Jahr 1967 wurde diese – privat gepflegte – Anlage aufgegeben und „gegenüber dem Landwarenhaus eine zentrale Gedenkstätte für unsere sowjetischen Freunde“ errichtet. Die Gräber für die verstorbenen Sowjetbürger wurden in die neu geschaffene Anlage umgebettet. Hierher umgebettet wurden auch sterbliche Überreste von Sowjetbürgern aus dem nahe gelegenen Eulau. Die dort vorhandene Gedenktafel mit dem Inhalt

„RUHM UND EHRE DEN

SOWJETISCHEN HELDEN

DIE IHR LEBEN FÜR DIE

BEFREIUNG DEUTSCHLANDS

VOM FASCHISMUS OPFERTEN“

wurde in die neue „Zentrale Gedenkstätte in Klosterhäseler“ integriert.

Bereits acht Jahre später wurde diese Anlage anlässlich des „30. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus“ erneut grundlegend umgestaltet – sie erhielt das heutige Aussehen. In diesem Zusammenhang wurden gemäß einem Protokoll vom 20.03.1975 „die 3 Urnen mit den sterblichen Überresten von 3 sowj. Militärangehörigen, die von Hitlerleuten gequält worden waren und vor Hunger gestorben sind“, aufgrund des Zerfalls der alten Urnen „in eine neue Urne umgebettet und an einem neuen Platz beigesetzt, wo das Monument entstehen wird.“

Anfang der 1990er Jahre wurde die Grabanlage dem Land nicht gemeldet. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung wurde 2018 eine Gräberliste erstellt. Inzwischen wurde die Anlage grundlegend saniert.

Angaben zur Grabstätte

Landkreis/Kreisfreie Stadt
Burgenlandkreis
Ort des Grabes
Sowj. Gedenkstätte in Klosterhäseler Gem. An der Poststraße
Adresse
Gem. An der Poststraße
06647 An der Finne

Angaben zur verantwortlichen Stelle

Name des Kontaktes
Verbandsgemeinde An der Finne
Adresse
Bahnhofstraße 2a
06647 Bad Bibra
E-Mail
info@vgem-finne.de
Telefon
034465/602-0
Fax
034465/602-14

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